Welttag der Patientensicherheit 2026: Sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen – für ein gutes Leben!

Berlin, den 3. Juli 2026. – Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V.  (APS) gibt als Thema des diesjährigen Welttags der Patientensicherheit am 17. September die sichere Versorgung von Menschen mit chronischen, nicht übertragbaren Erkrankungen bekannt. Das deutsche Motto lautet „Sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen – für ein gutes Leben!“. Es greift das Schwerpunktthema der Weltgesundheitsorganisation (WHO) „Safe care for noncommunicable diseases“ sowie den Leitspruch „Safe care for life!“ auf. Ab sofort ist auch die Webseite des Welttags der Patientensicherheit unter www.tag-der-patientensicherheit.de erreichbar. Das APS ruft bundesweit Mitarbeitende und Institutionen im Gesundheitswesen auf, sich mit eigenen Aktionen rund um den 17. September zu beteiligen und Patientensicherheit sichtbar zu machen. Seit dem Jahr 2019 wird der ursprünglich vom APS initiierte Aktionstag jährlich von der WHO ausgerufen.

Chronische, nicht übertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes, chronische Atemwegserkrankungen oder psychische Erkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Ursachen für Krankheit, Einschränkungen der Lebensqualität und vorzeitige Sterblichkeit. Die Versorgung dieser Patientinnen und Patienten erstreckt sich häufig über viele Jahre hinweg und umfasst Prävention, Diagnostik, Therapie, Rehabilitation, Pflege und Nachsorge. Dabei sind zahlreiche Berufsgruppen und unterschiedliche Versorgungsbereiche beteiligt. Gerade an den Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sowie zwischen medizinischer, pflegerischer und rehabilitativer Betreuung entstehen besondere Herausforderungen für die Patientensicherheit.

Die sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen spielt aus unterschiedlichen Gründen eine entscheidende Rolle für die Patientensicherheit:

  • Kontinuierliche Versorgung: Eine gut koordinierte Betreuung über alle Versorgungsbereiche hinweg, hilft, Informationsverluste zu vermeiden und eine sichere Behandlung während des gesamten Krankheitsverlaufs zu gewährleisten.
  • Sichere Behandlung und Medikation: Viele chronisch erkrankte Menschen erhalten komplexe Therapien und nehmen mehrere Arzneimittel gleichzeitig ein. Ein strukturiertes Medikationsmanagement sowie eine regelmäßige Überprüfung der Behandlung tragen dazu bei, vermeidbare Risiken zu reduzieren.
  • Prävention und frühzeitiges Erkennen von Risiken: Patientensicherheit beginnt bereits mit Prävention, Gesundheitsförderung und dem frühzeitigen Erkennen von Risiken, Erkrankungen und Komplikationen. Dadurch können gesundheitliche Folgen vermindert und die Lebensqualität verbessert werden.
  • Patientenbeteiligung: Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen sind wichtige Partner einer sicheren Versorgung. Verständliche Informationen, gemeinsame Entscheidungen und eine offene Kommunikation stärken die Sicherheit und den Behandlungserfolg.
  • Zusammenarbeit und Sicherheitskultur: Eine sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen gelingt nur durch eine enge interprofessionelle Zusammenarbeit, eine verlässliche Kommunikation und eine Sicherheitskultur, die das Lernen aus Risiken und Fehlern fördert.

Insgesamt trägt eine sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen wesentlich dazu bei, vermeidbare Schäden zu reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern. Aktionen finden über das Fokusthema hinaus zu allen Aspekten der Patientensicherheit beim diesjährigen Aktionstag Raum.

Eingeladen, beim Welttag der Patientensicherheit aktiv mitzumachen, sind alle Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen. Neben den Gesundheitsberufen richtet sich der Aktionstag ausdrücklich auch an Patientinnen und Patienten, ihre Angehörigen sowie die interessierte Öffentlichkeit. Denn Patientensicherheit gelingt nur gemeinsam. Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen, Apotheken, Rehabilitationskliniken, Rettungsdienste, therapeutische Einrichtungen sowie weitere Organisationen des Gesundheitswesens sind eingeladen, sich mit eigenen Veranstaltungen und Aktionen zu beteiligen und damit ein sichtbares Zeichen für mehr Patientensicherheit zu setzen.

Orange ist die Farbe des Welttags der Patientensicherheit

Zum Welttag der Patientensicherheit 2026 bietet das Aktionsbündnis Patientensicherheit allen Einrichtungen und Organisationen des Gesundheitswesens an, ihr Engagement für Patientensicherheit auf der Aktions-Webseite (www.tag-der-patientensicherheit.de) vorzustellen – in einer Präsenzveranstaltung oder online, lokal oder überregional, für die Bevölkerung oder für ein Fachpublikum. Wichtig ist die Bewusstseinsbildung für die Bedeutung der Patientensicherheit.

Daran knüpft auch der Aufruf von WHO und APS an, am 17. September die Fassade der eigenen Organisation oder ein markantes Gebäude in der Umgebung in Orange leuchten zu lassen. Mit dieser Signalfarbe sollen weltweit sichtbare Bekenntnisse zur Patientensicherheit geschaffen werden, um das Bewusstsein für dieses wichtige Thema weiter zu stärken.

Eine einfach umzusetzende Aktion rund um den Welttag der Patientensicherheit ist außerdem das Angebot von Informationsständen, Plakaten und Broschüren für Patientinnen und Patienten in den eigenen Einrichtungen. Dazu stellt das APS ab Sommer wieder zahlreiche gedruckte Informationsmaterialien sowie digitale Inhalte kostenlos zur Verfügung, die über die Webseite des Welttags der Patientensicherheit bestellt oder heruntergeladen werden können.

Terminhinweis

Anlässlich des Welttags der Patientensicherheit findet am 17. und 18. September 2026 die zentrale Veranstaltung des Aktionsbündnis Patientensicherheit statt. Informationen zum Veranstaltungsort, zum Programm sowie zur Anmeldung werden rechtzeitig auf der Webseite des Welttags der Patientensicherheit veröffentlicht.

Der Welttag im Überblick

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft jedes Jahr zwölf Aktionstage zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen aus. Einer davon ist der 17. September, der Welttag der Patientensicherheit. Ziel des Aktionstags ist es, weltweit das Bewusstsein für die Bedeutung der Patientensicherheit zu stärken und Maßnahmen zur Verbesserung einer sicheren Gesundheitsversorgung zu fördern.

Der Welttag der Patientensicherheit wurde 2019 erstmals von der WHO ausgerufen, nachdem er vom Aktionsbündnis Patientensicherheit in Deutschland initiiert worden war. Das APS koordiniert die Aktivitäten zum Welttag der Patientensicherheit in Deutschland und orientiert sich dabei am jeweiligen Schwerpunktthema der WHO.

Über das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS)

Vertreterinnen und Vertreter der Gesundheitsberufe, ihrer Verbände, der Patientenorganisationen sowie aus Wissenschaft, Industrie und Gesundheitswirtschaft haben sich im Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. zusammengeschlossen, um gemeinsam die Patientensicherheit in Deutschland zu verbessern. Das APS wurde im April 2005 als gemeinnütziger Verein gegründet. Es setzt sich für eine sichere Gesundheitsversorgung ein und widmet sich der Erforschung, Entwicklung und Verbreitung geeigneter Methoden zur Verbesserung der Patientensicherheit. Patienteninformationen, Handlungsempfehlungen und Projekte entstehen in interprofessionellen Arbeitsgruppen aus der Praxis für die Praxis und bilden das Herzstück der Arbeit des Vereins.

Pressekontakt
Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS)
Alte Jakobstraße 81
10179 Berlin
Tel. +49 (0)30 36 42 81 60
presse@aps-ev.de
www.aps-ev.de

 

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