Die Preisträgerinnen und Preisträger des Deutschen Preises für Patientensicherheit 2026 stehen fest. Mit der Auszeichnung werden Projekte und wissenschaftliche Arbeiten geehrt, die mit innovativen Ideen und nachhaltigen Lösungen die Patientensicherheit in Deutschland stärken.
Die feierliche Preisverleihung findet am 17. und 18. September 2026 im Rahmen der Veranstaltungen des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS) anlässlich des Welttags für Patientensicherheit statt.
1. Platz: Wissenschaft für eine patientenzentrierte Versorgung
Der 1. Platz geht an Dr. Helena Jambor von der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der Technischen Universität Dresden. Ausgezeichnet wird ihre wissenschaftliche Arbeit „Visuelle Hilfen verbessern Verständnis, Sicherheitsempfinden und Teilhabe in der onkologischen Versorgung“.
Die Forschung zeigt eindrucksvoll, welchen Beitrag visuelle Hilfen zur Patientensicherheit leisten können: Sie erleichtern das Verständnis komplexer medizinischer Informationen, stärken das Sicherheitsempfinden von Patientinnen und Patienten und fördern deren aktive Beteiligung an Behandlungsentscheidungen. Damit leistet die Arbeit einen wichtigen Beitrag zu einer patientenzentrierten Gesundheitsversorgung.
2. Platz: Patientinnen und Patienten aktiv einbinden
Den 2. Platz erhält Dr. med. Marcus Rall von der Deutschen Gesellschaft für Patientensicherheit gGmbH für das Projekt „Mehr-Patientensicherheit.de (MePa) – Das Versicherten-CIRS in Deutschland für Patientinnen und Patienten sowie Angehörige des vdek e. V. und der Ersatzkassen“.
MePa ermöglicht es Versicherten und ihren Angehörigen, kritische Ereignisse und Beinahe-Fehler im Gesundheitswesen zu melden. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen dabei, Risiken sichtbar zu machen, aus Erfahrungen zu lernen und die Patientensicherheit nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Beteiligung von Patientinnen und Patienten und fördert eine offene Sicherheitskultur.
3. Platz: Kindgerechte Versorgung mit weniger Angst
Mit dem 3. Platz werden Prof. Dr. med. Ehrenfried Schindler und das Projektteam der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Sektion Kinderanästhesiologie, Universitätsklinikum Bonn ausgezeichnet.
Prämiert wird das „Bonner Stufenkonzept zur Ermöglichung einfacher medizinischer Maßnahmen bei Kindern und Jugendlichen mit Blut-, Spritzen- und/oder Verletzungsphobien“. Das Konzept unterstützt Kinder und Jugendliche mit Ängsten vor medizinischen Eingriffen dabei, notwendige Behandlungen möglichst stressarm und sicher zu erleben. Durch einen strukturierten und individuell angepassten Ansatz können medizinische Maßnahmen häufiger ohne Zwang oder vermeidbare Narkosen durchgeführt werden – ein bedeutender Beitrag zu einer kindgerechten und patientensicheren Versorgung.



