Deutscher Preis für Patientensicherheit 2026: Ausgezeichnete Projekte für mehr Sicherheit im Gesundheitswesen

Berlin, 16. September 2026 – Fehler vermeiden, Risiken erkennen, aus Erfahrungen lernen: Patientensicherheit gehört zu den zentralen Aufgaben eines leistungsfähigen Gesundheitswesens. Dennoch erhalten viele gute Ideen und wirksame Verbesserungen im Versorgungsalltag oft nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Der Deutsche Preis für Patientensicherheit macht solche Projekte sichtbar und würdigt Menschen, die mit konkreten Lösungen dazu beitragen, die Versorgung sicherer zu machen. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Veranstaltung zum Welttag der Patientensicherheit 2026 statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter: tag-der-Patientensicherheit.de

In den ausgezeichneten Projekten zeigt sich die Bandbreite wirksamer Ansätze für mehr Patientensicherheit: Visuelle Behandlungspläne geben krebskranken Patient:innen Orientierung in komplexen Therapieverläufen, ein bundesweites Meldeportal bezieht Patient:innen und Angehörige aktiv in das Fehlermanagement ein und ein Stufenkonzept hilft Kindern, notwendige medizinische Maßnahmen wahrnehmen zu können. Alle drei Projekte greifen konkrete Herausforderungen im Versorgungsalltag auf und beantworten sie mit praxisnahen Lösungen.

Die Preisträger:innen 2026

1. Platz: Dr. Helena Jambor, Universitätsklinikum Dresden: Projekt „Visuelle Hilfen verbessern Verständnis, Sicherheitsempfinden und Teilhabe in der onkologischen Versorgung“. Piktogrammbasierte Behandlungszeitpläne, die krebskranken Patient:innen helfen, komplexe Therapieverläufe zu verstehen – mit einem Anstieg des Sicherheitsempfindens von 55 auf 93 Prozent.

2. Platz: Dr. med. Marcus Rall, Dr. Clara Monaca und Dr. Saskia Huckels-Baumgart für das Team von mehr-patientensicherheit.de: vdek, Ersatzkassen und Deutsche Gesellschaft für Patientensicherheit (DGPS) erhalten die Auszeichnung für „mehr-patientensicherheit.de (MePa) – Das Versicherten-CIRS in Deutschland für Patient und Angehörige des vdek e. V. und der Ersatzkassen „, das erste sektorenübergreifende Versicherten-CIRS in Deutschland. Über 1.800 Fallberichte von Patient:innen und Angehörigen sind seit dem Start 2024 eingegangen und fließen in konkrete Handlungsempfehlungen ein.

3. Platz: Prof. Dr. med. Ehrenfried Schindler, Universitätsklinikum Bonn, wird für das „Bonner Stufenkonzept“ geehrt, das Kindern und Jugendlichen mit ausgeprägter Spritzen-, Blut- oder Verletzungsphobie den angstfreien Zugang zu Impfungen, Blutentnahmen und Diagnostik ermöglicht. Seit 2021 konnte so 50 von 52 betroffenen jungen Patient:innen geholfen werden.

Über den Deutschen Preis für Patientensicherheit:
Der Deutsche Preis für Patientensicherheit ist eine jährliche Auszeichnung des Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS), mit der Akteur:innen im Gesundheitswesen gewürdigt werden, die sich mit besonderen Ideen und Projekten für die Verbesserung der Patientensicherheit einsetzen. Der Preis fördert innovative Ansätze und konkrete Maßnahmen, die zur Erhöhung der Sicherheit in der Gesundheitsversorgung beitragen.
Die Auswahl der Preisträger:innen erfolgte durch eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. med. Albrecht Stier, stellvertretender Vorsitzender des APS. Der Jury gehörten außerdem Vertreter:innen aus der Apothekerschaft, der Pflege, der Krankenkassen sowie Expert:innen für Risikomanagement und Patientensicherheit aus Industrie und Gesundheitswesen an.
Dr. Andrea Grebe ist auch in diesem Jahr Schirmherrin des Preises. Der Deutsche Preis für Patientensicherheit wird unterstützt von Ecclesia Versicherungsdienst, Inworks GmbH, MSD Sharp & Dohme GmbH und der Thieme Gruppe.

Über das Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS):
Vertreter der Gesundheitsberufe, ihrer Verbände, der Patientenorganisationen sowie aus Industrie und Wirtschaft haben sich im Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS) 2005 zusammengeschlossen, um eine gemeinsame Plattform zur Verbesserung der Patientensicherheit in Deutschland aufzubauen. Als gemeinnütziger Verein setzt es sich für eine sichere Gesundheitsversorgung ein und widmet sich der Erforschung, Entwicklung und Verbreitung dazu geeigneter Methoden.

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Kontakt bei Rückfragen:
Aktionsbündnis Patientensicherheit e. V. (APS)
Annette von Dehn
Alte Jakobstraße 81
10179 Berlin
Tel. +49 (0)30 36 42 81 6 06
Mobil +49 173 6875584
presse@aps-ev.de
www.tag-der-patientensicherheit.de

 

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