- Durch gezielte Maßnahmen wie Impfungen, gesunde Ernährung oder Bewegung können Risikofaktoren minimiert werden, bevor ernsthafte Leiden entstehen.
- Mit sekundärpräventiven Methoden können Krankheiten wie Krebs oder Diabetes in einem frühen Stadium diagnostiziert und damit besser heilbar, linderbar oder in ihrer Ausprägung hinausgezögert werden.
- Wer körperlich und geistig fit bleibt, kann den Alltag im Alter länger aktiv, schmerzfrei und selbstbestimmt gestalten. Damit verbessert sich Lebensqualität spürbar.
Dafür hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits 2006 die Strategie „Health in All Policies“ (HiAP) entwickelt.
Vorbeugen ist finanziell meist deutlich günstiger als langwierige und aufwändige medizinische Behandlungen und Therapien im fortgeschrittenen Krankheitsstadium. Die Kosten für Prävention fallen jedoch nicht nur im Gesundheitssystem an. Bildung, Landwirtschaft, Umwelt und viele weitere Bereiche sind betroffen. Es ist zur Umsetzung von HiAP also notwendig, im politischen Raum über die Ressortgrenzen hinweg Ziele zu definieren und Umsetzungsstrategien dafür zu entwickeln.
Mit der heute startenden Präventionsoffensive zielt das Bundesministeriums für Gesundheit darauf ab, den Fokus der nationalen Gesundheitspolitik stärker auf mehr Eigenverantwortung und eine verbesserte Gesundheitsförderung zu richten. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit begrüßt dies ganz ausdrücklich. Wir betonen aber auch, das die mangelnde strukturelle Verbindlichkeit die heute bekannten präventiven Möglichkeiten längst nicht umfänglich ausschöpft. Eine nationale Präventionsstrategie, die sich über alle Politikbereiche erstreckt und in der Gesundheitsförderung stets der Maßstab von Gesetzesinitiativen ist, ist eine notwendige Voraussetzung.
Dr. med. Heidemarie Haeske-Seeberg
APS Vorsitzende


