CIRSforte

Projekt zur Fortentwicklung von Fehlerberichts- und Lernsystemen (CIRS) für die ambulante Versorgung zu einem implementierungsreifen System

Allgemeines

CIRSforte ist ein Projekt zur Fortentwicklung von Fehlerberichts- und Lernsystemen (CIRS) für die ambulante Versorgung zu einem implementierungsreifen System.

 

Ziel des Projektes

Die aktive Teilnahme an einem Fehlerberichts- und Lernsystem (CIRS) gilt als eines der wichtigsten Elemente des Risikomanagements für ambulante Arztpraxen. Doch es reicht nicht aus, nur das System bereitzustellen – es muss auch genutzt werden. Das Projekt CIRSforte wird auf Basis praxisnaher Analysen Empfehlungen entwickeln, erproben und implementieren, wie Nutzungsbarrieren überwunden und Praxisteams in der ambulanten Versorgung für die Teilnahme an CIRS gewonnen werden können.

 

Inhalt

Zunächst erfassen Projektmitarbeiter Erfahrungen mit der Einführung und Nutzung von CIRS. Dies geschieht über:

  • eine umfangreiche internationale Literaturrecherche
  • eine Erhebung von systematischen Erfahrungsberichten zu bestehenden Berichtssystemen in Deutschland, England und weiteren Staaten
  • eine quantitative Erhebung mittels Fragebogen in zirka 2.000 Arztpraxen in Westfalen-Lippe

Mit diesen Ergebnissen erarbeitet die APS Arbeitsgruppe CIRS ambulant Empfehlungen dazu, wie CIRS im ambulanten Versorgungsbereich besser eingesetzt werden kann.

Anschließend erfolgt die Praxisphase, in der diese Empfehlungen in Praxen umgesetzt werden. Das Projekt unterstützt die Praxisteams, CIRS optimal für das interne Qualitätsmanagement zu nutzen, und fördert den Austausch der Praxen untereinander. Der Erfolg dieser Implementierung wird evaluiert. Die empirisch überprüften Empfehlungen kann anschließend der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) prüfen und ggf. bei der Gestaltung von Richtlinien nutzen.

Vorgesehen ist die Teilnahme von zirka 400 Praxen im gesamten Bundesgebiet. Dabei liegt der Fokus auf Ärztenetzen, lokalen Gruppen oder anderen regionalen Zusammenschlüssen. Die Vorarbeiten (Literaturrecherche, Interviews, Befragung, Erarbeitung von Empfehlungen) werden zirka ein Jahr in Anspruch nehmen, sodass die Praxisphase voraussichtlich im Frühjahr 2018 beginnt.

An der Teilnahme interessierte Ärzte/ Arztnetze können sich schon jetzt melden! (luettel@aps-ev.de)

 

Projektmitglieder

Konsortialführer:

  • Institut für Allgemeinmedizin, Goethe-Universität Frankfurt

Konsortialpartner:

  • Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS)
  • Wissenschaftliches Institut der Techniker Krankenkasse (WINEG)
  • Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ)

Weitere Projektpartner:

  • Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL)
  • Asklepios-Kliniken GmbH

 

Förderung

Das Projekt CIRSforte wird seit dem 1. April 2017 vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) für drei Jahre gefördert (Förderkennzeichen: 01VSF16021).

 

Kontakt

Haben Sie Interesse an weiteren Informationen, wenden Sie sich bitte gern an:

Dagmar Lüttel
Wissenschaftliche Mitarbeiterin – CIRSforte
Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.

Tel.                 +49 (0)30 5408 8522
Mobil              +49 (0)176 2267 5990
E-Mail            luettel@aps-ev.de