PANTHER

Patientensicherheit: Best Practices als Prüfinhalte in der interprofessionellen Ausbildung – zur Verhinderung vermeidbarer Schäden und Schaffung eines konstruktiven Umgangs mit Fehlern in der Versorgung

Patientensicherheit hat in den zurückliegenden Jahren national und international an Bedeutung gewonnen. In Deutschland haben Faktoren, wie die Etablierung von Berichtssystemen oder die Implementierung von Risikomanagement zwar zu einer gesteigerten Sensibilität für das Thema Patientensicherheit beigetragen – jedoch plädieren Studien für die frühestmögliche Aneignung von sicherheitsrelevantem Verhalten und einer Systemperspektive der Fehlerentstehung – beispielweise im Medizinstudium. Nach Einschätzungen von Organisationen des Patientenschutzes ist in den Prüfungen von Medizin-, Pharmazie- und Psychotherapiestudierenden das Thema „Patientensicherheit“ nur unzureichend abgebildet. Im Rahmen des Projektes werden systematisch nationale und internationale Best Practices der Ausbildung verschiedener Gesundheitsberufe analysiert und dargestellt. Dabei geht es insbesondere um die systematische Erfassung der Lernziele, Lehr- und Lernmittel sowie Lehrmethoden.

Ziel des Projektes ist es zum einen die untersuchten Best Practices zur Ausarbeitung von Prüfungsfragen innerhalb der medizinischen Ausbildung zu synthetisieren sowie die Entwicklung von Konzepten, die einen Transfer in die Prüfungen der pharmazeutischen und psychotherapeutischen Ausbildung ermöglichen.
Das Projekt wird für zwei Jahre mit einem Gesamtvolumen von 285.000 Euro vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert und wird vom Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) als ausführende Einrichtung gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Patientensicherheit durchgeführt.

Projektleitung
Frau Professorin Dr. med. Jana Jünger (MME)

Stellvertretende Projektleitung
Herr Dr. med. Richard Lux (IMPP)

Unterstützende Einrichtung/Kooperationspartner
Dr. med. Ruth Hecker, Vorsitzende APS
Mandy Stüber, wissenschaftliche Mitarbeiterin APS