Aktuelles

04.12.2017

Christoph Lohfert Stiftung lobt Lohfert-Preis 2018 aus

Patientensicherheit durch Kulturwandel im Krankenhaus
Kulturwandel im Krankenhaus: Multidimensionale Konzepte zur Verbesserung der (Patienten-)Sicherheitskultur – so lautet das Ausschreibungsthema für den Lohfert-Preis 2018. Die Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg, Cornelia Prüfer-Storcks, übernimmt die Schirmherrschaft für den mit 20.000 Euro dotierten Förderpreis. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2018.

weiterlesen

24.11.2017

Hygiene in Krankenhäusern und Pflegeheimen verbessern – Selbstverwaltung der Ersatzkassen verabschiedet Resolution zur Krankenhaushygiene

Pressemitteilung des vdek – Verband der Ersatzkassen e. V.

Jährlich erkranken in Deutschland über 400.000 Menschen an einer Krankenhausinfektion, davon 30.000 Menschen an multiresistenten Erregern (MRE) – oft mit schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen. Deshalb widmet sich die Selbstverwaltung der Ersatzkassen verstärkt dem Problem der steigenden Zahl von Krankenhausinfektionen. Die Mitgliederversammlung des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) hat nun hierzu eine Resolution mit sieben Forderungen verabschiedet. Darin mahnen die Ersatzkassen u. a. an:

  • mehr Transparenz, z. B. im Rahmen der Krankenhaus-Qualitätsberichte,
  • mehr Aufklärungs- und Informationsarbeit durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA),
  • eine Richtlinie mit Mindestanforderungen an die Struktur- und Prozessqualität von Hygienemaßnahmen; erfüllt ein Krankenhaus diese nicht, finden Sanktionen statt; hinzu kommen klare Vorgaben für Screening und Isolation von „Risikopatienten“,
  • Qualitätsindikatoren für die Hygiene, die die Bundesländer bei der Krankenhausplanung berücksichtigen müssen,
  • eine rechtlich bindende Verpflichtung der Länder, die notwendigen Investitionsmittel z. B. für Isolationszimmer bereitzustellen.

„Wir können noch viel tun in Sachen Krankenhaushygiene“, betonte Uwe Klemens, vdek-Verbandsvorsitzender. „Ein Drittel der Infektionen sind auf unzureichende Hygiene im Krankenhaus oder Pflegeheim zurückzuführen und deshalb grundsätzlich vermeidbar. Der Schlüssel zur Lösung der Probleme liegt vor allem in einer verbesserten Hygiene, einer angemesseneren Behandlung von MRE-Patienten und einem Umdenken im Einsatz von Antibiotika.“

Klemens würdigte die zahlreichen Aktivitäten, wie etwa die „Aktion Saubere Hände“, an der sich auch der vdek beteiligt. Ziel der Aktion sei es, die Händedesinfektion in Krankenhäusern zu verbessern, so Klemens. Auch die Bundesregierung habe in den vergangenen Jahren mit dem Infektionsschutzgesetz, der deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie und dem Hygienesonderprogramm eine Reihe von Aktivitäten zur Verbesserung der hygienischen Verhältnisse in den Krankenhäusern verabschiedet, welche maßgeblich durch die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen finanziert würden. Es komme jetzt darauf an, die nach wie vor bestehenden Defizite in der Umsetzung und in der Koordination der verschiedenen Vorsorgemaßnahmen zu beseitigen.

20.11.2017

APS engagiert sich für Berichts- und Lernsysteme im ambulanten Bereich

Berlin, November 2017 – Seit 2005 engagiert sich das APS mit Erfolg bei der Implementierung und der Weiterentwicklung von Berichts- und Lernsystemen (CIRS): Als wichtiger Bestandteil des klinischen Risikomanagements sind nun alle Krankenhäuser und Rehabilitations-kliniken verpflichtet, ein internes Berichts- und Lernsystem einzurichten. Die Teilnahme an einrichtungsübergreifenden Fehlermeldesystemen (üFMS) wird durch finanzielle Zuschüsse gefördert. Mit dem Krankenhaus-CIRS-Netz Deutschland hat das APS ein System dieser Art initiiert und mit aufgebaut. Da es inzwischen eine Reihe einrichtungsübergreifender Berichts- und Lernsysteme in Deutschland gibt, zieht sich das APS aus der Trägerschaft des Krankenhaus-CIRS-Netz Deutschland (KH-CIRS-Netz D) zurück, um aus unabhängiger Position die Vernetzung und Kooperation der verschiedenen Systeme fördern zu können. Seit diesem Jahr nun nimmt das APS auch CIRS im ambulanten Sektor in den Fokus.

weiterlesen

15.11.2017

Tausende vermeidbare Todesfälle durch Sepsis – Bündnis aus Betroffenen, Fachgesellschaften und Experten fordert von der nächsten Bundesregierung einen Nationalen Sepsisplan

Berlin/Jena 15.11.2017. Seit Jahren liegt die Krankenhaussterblichkeit der schweren Sepsis und des septischen Schocks in Deutschland mit 41,2% 10 bis 20 Prozent höher als z.B. in Australien (18,5%), den USA (23,2%) und England (32.1%). Zwischen 15.000 und 20.000 Todesfälle pro Jahr wären durch Steigerung der Impfraten, Reduzierung vermeidbarer Krankenhausinfektionen und vor allem durch bessere Früherkennung und Behandlung der Sepsis als Notfall vermeidbar.

Download Pressemeldung vom 15.11.2017

14.09.2017

Neue Patientenbroschüre „Reden ist der beste Weg“

Zum Internationalen Tag der Patientensicherheit 2017 am 17. September veröffentlicht das APS die Broschüre „Reden ist der beste Weg – Ein Ratgeber für Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen nach einem Zwischenfall oder Behandlungsfehler.

weitere Informationen

01.08.2017

Ausschreibungsstart: Deutscher Preis für Patientensicherheit

Mit dem Deutschen Preis für Patientensicherheit setzt das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. in Kooperation mit der Aesculap Akademie, dem Ecclesia Versicherungsdienst, MSD SHARP & DOHME GMBH und dem Thieme-Verlag ein Zeichen, um die Sicherheitskultur im Gesundheitswesen nachhaltig zu fördern.

Gesucht werden zukunftsweisende Best-Practice-Beispiele und herausragende praxisrelevante Forschungsarbeiten zum Thema Patientensicherheit und Risikomanagement.

Weitere Informationen

31.05.2017

Lohfert-Preis 2017 für App zur Patientenbetreuung. Erstmalig: Medienpreis der Christoph Lohfert Stiftung

Die Christoph Lohfert Stiftung vergibt in diesem Jahr zum ersten Mal den Medienpreis. Der Preis geht an den Arzt und Medizinjournalisten Dr. med. Werner Bartens.

Das Schweizer Projekt „Effizienz von Smartphone Apps zur Erfassung von Symptomen und Therapienebenwirkungen in der Behandlung von Krebspatienten“ der Stiftung Swiss Tumor Institute erhält den Lohfert-Preis, der in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben wird.

Beide Preise sind mit je 20.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung und Vorstellung der Preisträger findet am 20. September 2017 in Anwesenheit der Schirmherrin, der Hamburger Senatorin Frau Cornelia Prüfer-Storcks, während des Hamburger Gesundheitswirt­schafts­­kongresses statt.

weiterlesen

12.05.2017

12. Mai – Internationaler Tag der Pflege

Der Internationale Tag der Pflege wird jährlich am 12. Mai begangen, dem Geburtstag der britischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege, Florence Nightingale.

Mit diesem Tag soll all den Menschen Wertschätzung und Anerkennung entgegengebracht werden, die sich unermüdlich für pflegebedürftige Menschen einsetzen: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pflegeberufen, Ehrenamtliche und Angehörige.

Gleichzeitig soll dieser Tag aber auch genutzt werden, um auf die Situation der Pflege in Deutschland aufmerksam zu machen, die durch Zeitdruck und zu wenig Personal gekennzeichnet ist – Ursache dafür, dass die Patientensicherheit gefährdet ist, wenn z.B. nicht mehr genug Zeit ist, die Hygienestandards einzuhalten. Das APS hat zusammen mit der Infektions-Präventions-Initiative bereits 2015 eine Stellungnahme dazu herausgebracht (siehe hier) und die APS-Vorsitzende, Hedi François-Kettner, in der Expertengruppe zur Pflegepersonalausstattung von Bundesgesundheitsminister Gröhe mitgearbeitet.

Das APS wünscht allen in der Pflege Tätigen einen erfolgreichen Internationalen Tag der Pflege!

10.05.2017

Ausschreibung bis 02.06.2017: Förderpreis für Patientensicherheit in der Medizintechnik

Die DGBMT – Deutsche Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE und das Aktionsbündnis Patientensicherheit vergeben auch in diesem Jahr wieder den von Herrn Dr. med. Hans Haindl gestifteten Preis für Patientensicherheit in der Medizintechnik zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Das Preisgeld beträgt € 6.500,-.

+++ Die neue Frist zur Einreichung der Beiträge ist der 02. Juni 2017+++

Alle Informationen zum Preis finden sich unter: www.vde.com/patientensicherheit.

05.05.2017

Deutscher Preis für Patientensicherheit – Preisträger 2017

Platz 1
Qualitätssicherung in der Rezeptschreibung – eine Fünfjahres-Bilanz
Projektgruppe am Universitätsklinikum Heidelberg

Platz 2
PALLINI – ein palliativpflegerisches Hygienekonzept
Kinderpalliativzentrum der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln

Platz 3
Koordiniertes Osteoporosemanagement von unfallchirurgischen Patienten mittels Fracture Liaison Service (FLS)
Klinik für Allgemeine, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum der LMU München

weitere Informationen

03.04.2017

Patient Safety Summit 2017

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hatte am 29./30.03.2017 zum zweiten Treffen von Ministern aus mehr als 40 Staaten sowie Vertretern internationaler Organisationen wie der Weltbank, der OECD und der Europäischen Union eingeladen. Auch das Aktionsbündnis Patientensicherheit war im Expertenkreis vertreten. In den Workshops ging es um die Themen Ökonomie und Effizienz der Patientensicherheit sowie um den globalen Austausch. Auch konkrete Fragestellungen wie zum Beispiel Infektionsvermeidung oder mobile Health wurden erörtert. Am zweiten Tag haben die Minister und Ministerinnen mit ihren Delegationen über gesundheitspolitische Konsequenzen beraten.

Unter anderem wurde als Ergebnis der Diskussionen der vom Aktionsbündnis Patientensicherheit initiierte 17. September als Internationaler Tag der Patientensicherheit festgelegt.

Nähere Informationen

 

24.03.2017

Bundesverdienstkreuz für Professor Dr. Hartmut Siebert

Als Unfallchirurg müssen nachhaltige Entscheidungen oft schnell und unter hohem Druck getroffen werden. Eine Kompetenz, die Hartmut Siebert nicht nur mehr als 20 Jahre als Leiter der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie im Diakonie-Klinikum Schwäbisch Hall unter Beweis stellte.

An Ruhezustand im Ruhestand ab 2008 war nicht zu denken. So trat er neben seiner Funktion als Generalsekretär der DGU (Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V.) und DGOU (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V.) dem APS 2006 bei und wurde 2011 in den Vorstand gewählt.

Auch hier war er noch ganz der Unfallchirurg – Handeln! Nicht warten!

Seine Kompetenz, seine Tatkraft und seine Impulsivität waren nicht zuletzt Wegbereiter für viele Projekte des APS und führten zu schneller Realisierung wichtiger Handlungsempfehlungen. Mit seiner Unterstützung wurde die Patientensicherheit in Deutschland gestärkt und vorangebracht.

Sein Streben, etwas zu tun, etwas zu bewirken ist unermüdlich. So zog sich Hartmut Siebert 2016 zwar aus der Vorstandstätigkeit zurück, engagiert sich aber weiterhin in der APS-Arbeitsgruppe „Notfall“. Und widmet sich seither noch intensiver seiner langjährigen Tätigkeit in der Flüchtlingshilfe – im Freundeskreis Asyl in Schwäbisch Hall.

Am 24.03.2017 wurde Professor Dr. Hartmut Siebert das Bundesverdienstkreuz am Bande durch Regierungspräsident Wolfgang Reimer verliehen.

Sehr geehrter, lieber Herr Professor Siebert, das APS gratuliert Ihnen ganz herzlich zu dieser Ehrung und freut sich mit Ihnen über die verdiente Anerkennung.

Hedwig François-Kettner, Dr. Ruth Hecker, Hardy Müller, Prof. Dr. Claus-Dieter Heidecke, Dr. Barbara Hoffmann,
Hannelore Loskill, Prof. Dr. Christoph Scholz, Dr. Christian Thomeczek, Marcel Weigand

01.02.2017

Der Maßstab ist die Pflegequalität!

Ein Interview
Dipl.-Pflegewirtin Barbara Müller (Lektorat Health Profession care, Hogrefe Bern) hat mit Hedwig Francois-Kettner gesprochen.

Lesen Sie hier das Interview

10.01.2017

AUSSCHREIBUNG Lohfert-Preis 2017: Vermeidbare (Fehl-) Behandlungen reduzieren

Der Lohfert-Preis 2017 steht unter dem  Titel: „Patientenkommunikation: Systeme zur Reduzierung vermeidbarer (Fehl-) Behandlungen“. Gesucht werden Projekte, die in diesem Sinn messbare Qualität am Patienten zeigen und umsetzen. Die Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg, Cornelia Prüfer-Storcks, hat erneut die Schirmherrschaft für den mit 20.000 Euro dotierten Lohfert-Preis übernommen.

Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2017.

mehr erfahren

10.01.2017

Professorin Annegret Hannawa in der Eröffnungsveranstaltung der 12. APS-Jahrestagung

„Neue Horizonte für Patientensicherheit: »Sichere« Kommunikation“ werden auf unserer Jahrestagung im Eröffnungsvortrag von Annegret F. Hannawa, Ph.D. präsentiert. Die Professorin für Gesundheitskommunikation an der Fakultät für Kommunikationswissenschaften der Universität Lugano wird häufige Kommunikationsbarrieren illustrieren, die die Patientensicherheit gefährden, und evidenzbasierte Lösungsansätze präsentieren, die uns helfen können, einem neuen Horizont für Patientensicherheit tatenfreudig zu begegnen und zwischenmenschliche Fähigkeiten als Grundvoraussetzung für eine sicherere Gesundheitsversorgung zu sehen.

weitere Infos zur APS-Jahrestagung

20.11.2016

Stellungnahme des APS zur elektronischen Patientenakte

Vertreter des APS haben zusammen mit Experten eine Stellungnahme zur elektronischen Patientenakte formuliert, um auf diese Weise Eckpunkte für die weitere Befassung mit dem Thema einzubringen.

Stellungnahme lesen

07.11.2016

Impfmobil für Geflüchtete in Berlin

Flüchtlinge in Berliner Notunterkünften bekommen ab sofort leichteren Zugang zu Schutzimpfungen. Als Impfmobil fährt ein umgebauter Linienbus die Unterkünfte an, teilte die Charité am Donnerstag mit. An Bord des »MediBus« sind Mediziner des Universitätsklinikums. Für die Impfberatung von Montag bis Freitag gibt es auch einen Dolmetscherdienst per Video in 50 Sprachen. Das neue Angebot ist für Flüchtlinge gedacht, die noch keine Impfgelegenheiten wahrgenommen haben – auch, weil sie die Angebote nicht kennen. Geplant ist das Projekt erst einmal bis Ende 2016. Danach werde entschieden, ob das Angebot im nächsten Jahr Teil der Versorgungsstruktur wird, sagte eine Sprecherin der Senatsgesundheitsverwaltung. Der Bus wird aus Mitteln des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten finanziert und kostet pro Einsatztag rund 350 Euro. /nd

23.09.2016

Vorstandswahl im APS

Auf der Mitgliederversammlung des APS am 23.09.2016 wurde der Vorstand gewählt:

Hedwig François-Kettner, Vorsitzende
Dr. Ruth Hecker, stellv. Vorsitzende
Hardy Müller, Geschäftsführer

Beisitzer:

Prof. Dr. Claus-Dieter Heidecke
Dr. Barbara Hoffmann
Hannelore Loskill
Prof. Dr. Christoph Scholz
Dr. Christian Thomeczek
Marcel Weigand

14.07.2016

Umsetzung und Nutzenbewertung von Handlungsempfehlungen zur Patientensicherheit in der ambulanten operativen Versorgung

Zusammenfassung

 

ZIEL DER STUDIE

Ziel der vorgestellten Evaluationsstudie war die Erfassung des Umsetzungsgrades von Handlungsempfehlungen zur Patientensicherheit in der ambulanten operativen Versorgung sowie die Nutzenbewertung seitens ambulant operierender Ärzte. Auf Basis von 2 Handlungsempfehlungen des Aktionsbündnisses Patientensicherheit wurden Handlungsempfehlungen zur Patientensicherheit von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe [KVWL] spezifisch für die ambulante operative Versorgung formuliert. Diese Empfehlungen wurden im Jahr 2013 an alle ambulant operierende Ärzte in Westfalen-Lippe versandt.

 

METHODIK

Mittels eines schriftlichen Fragebogens wurden alle inhaltlichen Aspekte der beiden Handlungsempfehlungen erfragt. Weiter wurden der Umsetzungsgrad und Nutzen der empfohlenen Maßnahmen sowie eine subjektive Bewertung der Vorteile und Herausforderungen zur Implementierung erhoben. Der Fragebogen wurde Ende 2014 an 2 454 ambulant operierende Ärzte verschickt. Der Befragungszeitraum betrug 7 Wochen. Im Rahmen der Datenanalyse wurden die quantitativen Ergebnisse deskriptiv aufbereitet sowie eine thematische Zusammenfassung der Freitextantworten zu den offenen Fragen vorgenommen.

 

ERGEBNISSE

Die Teilnahmerate betrug 17% (n=405). Die Handlungsempfehlungen waren 86% der Befragungsteilnehmenden bekannt. Ein Großteil der empfohlenen Maßnahmen wurde in mehr als 50% der teilnehmenden Einrichtungen systematisch umgesetzt. Als Vorteile der Handlungsempfehlungen wurde primär die interprofessionelle Sensibilisierung für das Thema Patientensicherheit genannt. Weiterer Bedarf an Informationen und Handlungsempfehlungen wurde zu folgenden Themengebieten angegeben: Risiko- und Fehlermanagement, Umsetzung des Medizinproduktegesetzes, Hygiene in der Praxis sowie Aufbereitung von Instrumenten.

 

SCHLUSSFOLGERUNG

Diese Studie weist darauf hin, dass praxisorientierte Handlungsempfehlungen einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Patientensicherheit in der ambulanten operativen Versorgung leisten können. Die Ausweitung der Handlungsempfehlungen auf weitere Regionen sowie, nach entsprechender Anpassung, auch auf andere Bereiche der ambulanten Versorgung ist daher zu empfehlen.

 

Volltext der Studie hier erwerblich

 

© Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

18.05.2016

Dr. Günther Jonitz erhält das Bundesverdienstkreuz

Unser ehemaliger Vorsitzender und Gründungsmitglied, Dr. Günther Jonitz, wurde am Mittwoch, 18.05.2016, mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande vom Berliner Gesundheitssenator Mario Czaja ausgezeichnet.

Er wird als Mediziner gewürdigt, der sich über sein gesamtes Berufsleben hindurch mit außerordentlichem Weitblick und einer ihm eigenen Vehemenz für neue und unbequeme Themen eingesetzt hat, die sich rückblickend stets als hochrelevant und wegweisend für die Patientenversorgung erwiesen haben.

Dr. Günther Jonitz ist Gründungsmitglied des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin (EBM), war von 1995 bis 1999 Vizepräsident der Berliner Ärztekammer. Seit 1999 steht er an der Spitze der Organisation.

Er ist außerdem Mitglied im Vorstand der Bundesärztekammer (BÄK) und dort Vorsitzender der Qualitätssicherungsgremien. Als Fachexperte berät er das Bundesgesundheitsministerium (BMG) zu Fragen der Patientensicherheit.

Das Motiv von Dr. Jonitz sei immer gewesen: „Gute Medizin darf sich nicht an den Meinungen von ‚Halbgöttern in Weiß‘ ausrichten, sondern muss auf dem Dreiklang von wissenschaftlichen Erkenntnissen, den Fähigkeiten des Arztes und den Präferenzen des individuellen Patienten gründen“, so Czaja. „Er gehörte zu den allerersten, die sich für eine aufgeklärte und sachliche Auseinandersetzung mit vermeidbaren Fehlern eingesetzt hat.“

Die Suche nach Mitstreitern und das konstruktive Miteinander mit dem gemeinsamen Ziel einer hochwertigen Patientenversorgung habe stets seine Herangehensweise geprägt, so Czaja. Dadurch sei es gelungen, das Thema Patientensicherheit in Deutschland in einer Weise zu etablieren, die international ihresgleichen suche. „Für Dr. Günther Jonitz hieß Gesundheitsversorgung stets, eine an ärztlichen Werten orientierte Politik für alle Menschen im Gesundheitswesen zu machen – Patienten, Ärzte und Gesundheitsberufe gleichermaßen.“ Diesem Anspruch sei er durch sein Engagement in herausragender Weise gerecht geworden.

Sehr geehrter, lieber Dr. Günther Jonitz: Das APS gratuliert Ihnen ganz herzlich zu dieser Ehrung und freut sich mit Ihnen über die verdiente Anerkennung.

Pressemeldung der ÄK Berlin

Beitrag aus „Berliner Ärzte 07/2016“ Seite 39, 40

 

06.04.2016

Gesundheitsberufe: Lernziel Patientensicherheit oft ungenügend Aktionsbündnis fordert flächendeckende Ausbildung von Anfang an

Gesundheitsberufe: Lernziel Patientensicherheit oft ungenügend Aktionsbündnis fordert flächendeckende Ausbildung von Anfang an

08.12.2015

Publikation zum Thema kleinlumige Konnektoren

Ein Beitrag von Dr. Iris Juditzki, Referentin Dezernat
Personalwesen/Krankenhausorganisation der Deutschen
Krankenhausgesellschaft.

Erschienen in: „das Krankenhaus“, Heft 12/2015

Beitrag lesen

07.12.2015

Hedi François-Kettner erhält den Qualitätspreis Gesundheit 2015

Unsere Vorsitzende, Hedi François-Kettner, wurde am Donnerstag, 03.12.2015, mit dem Deutschen Qualitätspreis 2015 ausgezeichnet, den Berliner Tagesspiegel und Gesundheitsstadt Berlin jährlich vergeben.

 

Mit diesem Preis wird ein vorbildliches Engagement für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Konzepte zur Qualitätssicherung und zur Patientensicherheit in der Gesundheitsversorgung ausgezeichnet. Hedi François-Kettner erhielt den Preis, weil sie sich seit Jahrzehnten für eine bessere Versorgung Kranker einsetzt – sowohl in ihrer Zeit als Pflegedirektorin der Charité als auch seit 2011 als Vorsitzende des Aktionsbündnis Patientensicherheit. In seiner Laudatio würdigte Mario Czaja, der Gesundheitssenator des Landes Berlin, das lebenslange Wirken von Hedi François-Kettner in der Qualitätsentwicklung der Pflege, die sie in berufsfachlichen, berufspolitischen und gesundheitspolitischen Debatten mit geprägt und der Pflege so ein Gesicht gegeben hat „Es war … stets spürbar, dass Sie niemals den Blick für das Ganze verloren haben.

 

Immer handelten Sie im Interesse aller Akteure, vor allem aber der Patienten und der Patientinnen. Da für Sie stets klar war, dass nur ein Zusammenwirken aller erfolgreich sein kann, wiesen Sie Partikularinteressen beharrlich zurück. Kaum ein Name ist mit der Stärkung von Pflege- und Patienteninteressen mehr verbunden als der Ihre“, so der Senator in seiner Rede. Und weiter heißt es: „Kennzeichen der Patientensicherheit ist das Erkennen, die Analyse und die Vermeidung von Fehlern in der Gesundheitsversorgung. Unter Ihrem Vorsitz gelingt es zunehmend, schwierige Themen zu benennen, sie konstruktiv zu bearbeiten und Lösungen zuzuführen. Die Entwicklungen zu mehr Patientensicherheit zeigen sich in einem stetigen Mitgliederzuwachs und in den Ergebnissen des vom APS geförderten einzigen Lehrstuhl für Patientensicherheit in Deutschland.“
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis steht für Projekte im Kontext der Qualitätsförderung im Gesundheitsbereich zur Verfügung. Hedi François-Kettner unterstützt damit Projekte des APS und ein Projekt der „Kinderhilfe – Hilfe für krebs- und schwerkranke Kinder e.V.“.

 

Sehr geehrte, liebe Frau François-Kettner Das APS gratuliert Ihnen ganz herzlich zu diesem Preis und freut sich mit Ihnen über die verdiente Anerkennung.

Tagesspiegel-Artikel, 04.12.2015

17.11.2015

Neuerscheinung: A. Euteneier (Hrsg.), Handbuch Klinisches Risikomanagement

A. Euteneier (Hrsg.)
Handbuch Klinisches Risikomanagement

16.11.2015

Neuerscheinung: P. Gausmann, M. Henninger, J. Koppenberg (Hrsg.), Patientensicherheitsmanagement

P. Gausmann, M. Henninger, J. Koppenberg (Hrsg.)
Patientensicherheitsmanagement

14.10.2015

Verleihung des Wilfried-Lorenz-Versorgungsforschungspreises 2015 an Frau Prof. Tanja Manser, Institut für Patientensicherheit

Aus 16 eingereichten Anträgen wurden die Arbeiten von Frau Saskia Huckels-Baumgart und Frau Prof. Tanja Manser vom Institut für Patientensicherheit in Bonn als beste bereits veröffentlichte Arbeit ausgewählt. Die im Journal of ClinicalPharmacology erschienene Arbeit trägt den Titel: „Identifying Medication Error Chains From Critical Incident Reports: A New Analytic Approach“. Die Arbeit konzentriert sich auf das Analysieren von Medikationsfehlern von der Verordnung bis hin zum Patienten. Ziel war die Anwendung eines neuen Ansatzes, der eine rechtzeitige Fehlererkennung vor Erreichen des Patienten möglich macht. Dies ist ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Patientensicherheit mit hoher Relevanz für die Umsetzung in die Patientenversorgung.“ (aus der gemeinsamen Pressemeldung von BKK Dachverband und Deutschem Netzwerk für Versorgungsvorschung).

 

Das Institut für Patientensicherheit der Universität Bonn wird als Stiftungsprofessur vom APS gefördert.
Pressemeldung
www.dnvf.de

26.01.2015

Erklärung der DGHM zum Thema „Infektion von zwölf Patienten mit MRGN-Keim am Campus Kiel“

Pressemitteilung

10.10.2014

Mehr Sicherheit innerhalb komplexer Infusionssysteme

Pressemeldung des VDE Verband der Elktrotechnik Eletronik Informationstechnik

26.09.2014

Normierung von Gesundheitsdienstleistungen durch Europäischen Normungsausschuss CENELEC

Hintergund: Anfrage des BMG wegen anstehender Tagung des Advisory Board for Healthcare Standards (Dieses wurde 2005 geschaffen und hat die Aufgabe, die Nomierungsinstitute CEN/CENELEG unter möglichst umfassender Eindbindung aller Stakeholder in Fragen der Normierung von Gesundheitsversorgung strategisch zu beraten). Ein Tagesordnungspunkt wird sein, den deutschen Standpunkt zur Normierung von Gesundheitsdienstleistungen darzulegen.

Stellungnahme

30.06.2014

APS fordert: Behandlungsfehler weiter reduzieren Statistiken vermehrt zur Ursachenanalyse nutzen

Die aktuellen Zahlen der Bundesärztekammer zu den von Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen anerkannten Behandlungsfehlern in Deutschland zeigen, dass diese seit Jahren konstant bleiben. Das ist aus Sicht des Aktionsbündnisses Patientensicherheit (APS) zwar eine gute Nachricht – zumal vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und steigender Behandlungsfälle eine Zunahme zu befürchten war. Eine weitere Verbesserung sei aber nur möglich, wenn nicht nur die Zahlen in einer Statistik erhoben werden, sondern auch eine Ursachenanalyse erfolge…

Lesen Sie hier weiter

27.06.2014

GMK empfiehlt allen Einrichtungen des Gesundheitswesens das APS zu unterstützen

Dieses Jahr fand am 26./27. Juni die 87. Gesundheitsministerkonferenz in Hamburg statt. Die Teilnehmer berieten sich während des zweitägigen Treffens, wie die gesundheitliche Versorgung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels neu ausgerichtet werden muss.
Das APS ist in den drei von der GMK einstimmig beschlossenen Punkten zum Thema Patientensicherheit eine tragende Säule.

Lesen Sie hier weiter

22.11.2012

APS wirkt an Entschließung des Landes NRW zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit mit

Heute hat die Landesgesundheitskonferenz NRW unter Mitwirkung des APS einen umfangreichen Katalog zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit beschlossen.
Mehr Informationen: Pressemitteilung

05.09.2012

APS-Stellungnahme zur MDK-Fehlerstatistik: Behandlungsfehler zählen – und zukünftig reduzieren

Mehr Informationen:

Stellungname